RMRC Geschichte

Die RMRC - STORY 

Begonnen zum 25-jährigen Bestehen des RMRC von Eberhard Ahl und Dietrich K. H. Hallmann. Zum 30-jährigen Bestehen des RMRC aktualisiert von Horst K. Schmidt. Endredaktion und Bildmontagen durch Siegbert Gerhard.

 

Der RMRC wurde im Laufe des Jahres 1975 als RMRK (Rhein-Main-Radio-Klub) ins Leben gerufen, nachdem es bereits in den 60er Jahren Kurzwellenhörer in Frankfurt am Main gab. Damals wurde auch ein „Radio Japan Club Bulletin" hergestellt und 1966 entstand parallel dazu der World Wide DX Club.

Treffen wurden regelmäßig monatlich veranstaltet, für etwa ein halbes Jahr gab es sogar wöchentliche Treffen. Mit der Auflösung des Radio Japan Club Frankfurt und der Vergrößerung des WWDXC blieb aber den wenigen Aktiven kaum noch Zeit für Ortstreffen. Für etwa drei Jahre gab es für Frankfurter nur noch die jährliche „DX-Convention" in Bad Homburg.

1974 begannen innerhalb der Initiative der AGDX zur Förderung von Ortstreffen, wieder Treffen in Frankfurt, die aber wegen verschiedener Unzulänglichkeiten nicht sehr erfolgreich waren. Mit dem RMRK begann 1975 ein neues DX - Leben in Frankfurt. Man traf sich an jedem vierten Samstag im Monat im Bürgerhaus Nordweststadt und gab nach Bedarf auch ein eigenes Mitteilungsblatt heraus, wenn die Clubtreffen für die Kommunikation nicht ausreichten.

Später wurde aus dem RMRK der RMRC (Rhein-Main-Radio-Club) als nicht eingetragener Verein und seit 1992 als eingetragener Verein. Aus dem Kreise der Gründer sind noch zwei Mitglieder, Ehrenmitglied Werner Hoppe aus Egelsbach und OM Hans-Joachim Ackermann aus Frankfurt, dabei.

OM Werner Hoppe auf dem Wingertskippel in Langenselbold (Bild: RMRC)

Bild oben zeigt OM Werner Hoppe an seiner mobilen Empfangsstation auf dem Wingertskippel in Langenselbold, wo jährlich zweimal die DX-Camps (Fielddays) des RMRC stattfinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Treffpunkte


1975 fanden, wie bereits erwähnt, an jedem vierten Samstag die Hobbytreffen im Bürgerhaus Nordweststadt statt. Später entschied man sich für den Freitag und seitdem finden die Hobbytreffen des RMRC am letzten Freitag im Monat statt. Als Treffpunkte dienten die verschiedensten Lokalitäten in den Stadtteilen Frankfurts. Die Verweildauer hing stark von den Modalitäten der verschiedenen Gastwirte ab. Einmal verlangte der neue Pächter sogar einen Mindestumsatz pro anwesende Person. Also mußten wir mehrmals auf die Suche nach einer neuen Bleibe gehen. Gerade in Großstädten wie Frankfurt ist das nicht ganz einfach, denn es sollten ausreichend Parkplätze, kurze Wege zu öffentlichen Verkehrsmitteln, ein separater Sitzungsraum und eine Öffnungszeit über das ganze Jahr gegeben sein. So gastierten wir u.a. im altehrwürdigen "Steinernen Haus" nahe dem Römer, in der "Kiesgrube" in Bockenheim nahe der Universität, in der "Gutsschänke" (bei einem gut kochenden Metzger) in der Heerstraße, und seit einigen Jahren in der "Sportzentrale" im Riederwald, direkt gegenüber dem Trainingsgelände von Eintracht Frankfurt. Nicht zu vergessen die Treffen im Ausweichquartier, dem "Lahmen Esel", einem beliebten Lokal im Frankfurter Stadtteil Niederursel, direkt an der U-Bahnlinie 3, wo es noch immer besonders gut schmeckt.

Die Hobbytreffen waren immer sehr gut besucht und es wurde großer Wert darauf gelegt, dass zwar hobbybezogene Themen einen hohen Stellenwert hatten, andererseits aber auch persönliche Unterhaltungen und auch der Spaß nicht zu kurz kamen. So kam es auch mal vor, dass in der „Gutsschänke", während eines Hobbytreffens plötzlich eine kurze „Dart-Clubmeisterschaft" ausgetragen wurde.

RMRC-Clublokal Sportzentrale in F-Riederwald (Bild: RMRC) 


Für einige sehr engagierte Hobbyfreunde wurde der so genannte Zwischentreff ins Leben gerufen, der heute im "SCHREYVOGEL", "Pizzeria Sunny", jeden zweiten Freitag im Monat in der Heerstraße 47 stattfindet. Mitglieder des RMRC nehmen aber auch an privaten Hobbytreffen oder Stammtischen anderer Gruppierungen regelmäßig teil. Am ersten Freitag im Monat trifft man sich zum so genannten Zwick-Treffen, benannt nach dem „Gasthaus Zwick" in der Pirazzistraße in Offenbach, am dritten Freitag im Monat fährt man nach Butzbach, um das dortige Treffen zu besuchen und an Monaten, die fünf Freitage haben, lässt man sich auch beim Wiesbaden - Treffen sehen.

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RMRC - DX - Camps

Im Treffpunkt "Kiesgrube" fand ein ausführlicher Erfahrungsaustausch statt, neue Empfänger wurden vorgestellt und jeder trug etwas Interessantes aus dem Hobbybereich bei. Zu dieser Zeit waren noch aktiv dabei: Wolfgang Scheunemann (Gründer und Herausgeber der Fachzeitschrift "weltweit hören"), Angelika Haun (damals Kassiererin des RMRC), Norbert Prautsch (damals Vorsitzender des RMRC).

Bei einem dieser Treffen wurde von Eberhard Ahl vorgeschlagen, ein DX-Camp zu veranstalten. Die Idee war zwar nicht neu, wurde aber wegen eines fehlenden Geländes nie in die Tat umgesetzt. Eberhard Ahl empfahl das Gelände am "Heiligenstock", das er sehr gut kannte, da er direkt gegenüber wohnte. Der "Heiligenstock", ein Wiesen- und Streuobstgelände, liegt im Norden Frankfurts, dort, wo früher die Sendemasten des "Reichssender Frankfurt", später der „DENA-Sender" standen.

OM Hallmann kümmerte sich um die nötigen Genehmigungen sowie das Zelt und den Generator und das erste RMRC - DX - Camp, auch "RMRC - DX - Fieldweekend" genannt, konnte bei kühlem Regenwetter starten. Es war ein richtiges Camp und so mancher Teilnehmer konnte es kaum erwarten, endlich mit dem Hören loszulegen. Und es gingen auch Träume in Erfüllung. Horst K. Schmidt gelang es endlich, mit seinem neuen Kenwood R 1000 Stationen im 90-mB zu hören. Zu seiner großen Freude war auch SWABC Namibia darunter. Sonntags morgen streikte plötzlich der Generator. Die Zündkerze war nicht mehr die Beste. Schnell wurde aus einem Auto eine Ersatzkerze geholt und weiter ging es. Das erste Camp hatten wir hinter uns gebracht und es hatte allen viel Freude bereitet. Da die Miete für die nötige Ausrüstung recht teuer war und bei schlechtem Wetter ein festes Haus doch mehr Sicherheit und Komfort bietet, gingen wir auf die Suche nach etwas geeignetem. Von Hans-Joachim Koch erfuhren wir, dass der damalige ADDX - Ortsring Main - Kinzig ein DX - Camp bei den Naturfreunden in Langenselbold bei Hanau veranstaltet. Neben ihm nahmen noch andere Hobbyfreunde vom RMRC daran teil und waren vom dortigen Naturfreundehaus hoch oben auf dem „Wingertskippel" und den hervorragenden, störungsfreien Empfangsbedingungen begeistert. Die Verantwortlichen der Naturfreunde, mit denen wir von Anfang an ein sehr freundschaftliches und gutes Verhältnis haben, hatten nichts dagegen, dass auch wir unser DX-Camp dort veranstalten wollten und somit sind wir seit 1985 immer wieder regelmäßiger Gast dort. Nur 1997 mussten wir ein anderes Quartier im „Haus Moret" nahe der Grube Messel nutzen, weil das Naturfreundehaus in Langenselbold damals aus organisatorischen Gründen nicht vermietet wurde. Der Langenselbolder „Wingertskippel" ist ideal geeignet für unser Hobby und die Camps sind ein fester Bestandteil der RMRC - Aktivitäten. 

 Eberhard Ahl, Heinz Schulz und Hans Bickel beim Hören
 
Ein Beispiel für eine Langenselbolder DX-Ausstattung

 

Mittlerweile veranstalteten wir dort zwei DX-Camps pro Jahr: Einmal im Frühjahr möglichst um die Osterfeiertage, ein weiteres Mal im Herbst zwischen Ende September und Anfang Oktober. Die DX-Camps wurden zur festen Institution und erlangten einen guten Ruf bei vielen Hobbyfreunden aus allen Teilen Deutschlands, mit OM Christian Brühlhart, ausgesuchter Fachmann auf dem Gebiet des FM-Fernempfanges, ist regelmäßig auch ein Gast aus der Schweiz bei uns. Im Jahre 2004 fanden sogar drei Camps statt, da mehrere Stammgäste sich ein richtiges Sommercamp wünschten. Dieses Camp wurde auch deswegen ein großer Erfolg, weil das Wetter vom ersten Tag an herrlich sonnig war.

FM-Fernempfang durch Christian Brühlhart
 
Eberhard Ahl, Heinz Schulz, Hans Bickel

 

Um unseren Gästen möglichst viel Zeit zum Hören und Erfahrungsaustausch zu gönnen, wollten wir auch eigene Antennen aufbauen. Eine Langdrahtantenne von Kelemen und mittlerweile auch einen gebrauchten K60/90 Tropenbanddipol besorgte Horst K. Schmidt. OM Christoph Dobosz baute eine EWE - Antenne, die wegen ihrer hervorragenden Empfangseigenschaften, vor allem wegen der ausgeprägten Richtwirkung und ihres geringen Platzbedarfs, bei Tropenbandhörern immer beliebter wird. Durch eine Verkaufsanzeige erfuhren wir, dass ein kommerzieller Antennenverteiler von "RFT" zum Verkauf angeboten wurde. OM Thomas Möller besorgte uns das Gerät und transportierte es auch freundlicherweise nach Langenselbold. Als „Zeugwart" und Aufbewahrer konnten wir OM Stefan Utzmann gewinnen, der in Langenselbold wohnt.

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Nachfolgend noch einige Bilder von den RMRC-DX-Camp in Langenselbold:

Alfred Becker beim Kurzwellen-Fernempfang

Bernd Klaus probiert den FM-Fernempfang


Dietrich K. Hallmann, Horst K. Schmitt, H.Schulz


RMRC-Vorsitzender Harald Gabler beim Hören


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RMRC - AKTUELL

Aus dem anfangs unregelmäßig erscheinenden Mitteilungsblatt mit unterschiedlichsten Erscheinungsformen einer Interessenvereinigung entwickelte sich im Laufe der Jahre dann eine sehr ansprechende Fachzeitschrift, die auch das Mitteilungsblatt des RMRC ist. Lediglich der Titel des Clubmagazins "RMRC - AKTUELL" blieb stets unverändert. Seit längerem gibt es eine "ISSN-Nummer" und das "RMRC - AKTUELL" ist somit Pflichtexemplar bei der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main und in Leipzig. Das Image des "RMRC - AKTUELL" im Hinblick auf eine einheitliche Gestaltung der Titelseite wurde auch aufgebessert durch das eigene Logo, welches OM Andreas Fischer 1995 entwickelte. Dieses Logo ist mittlerweile unser bekanntes "Markenzeichen" in der Hobbywelt und ist dem allseits bekannten Fernmeldeturm in Frankfurt (auch Ginnheimer Spargel genannt), eines der bekanntesten Wahrzeichen von Frankfurt am Main, nachempfunden. Es ist auch auf allen Vordrucken für den RMRC e.V. zu finden.

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